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Beitragsverlauf zum Thema: OCT-Untersuchungen sinnvoll?

Beitrag vom07.11.2012 11:21

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Augenarzt hat bei mir eine altersbedingte Makuladegeneration festgestellt und will eine
Cohärenztomografie (OCT) durchführen.
Da die Krankenkassen diese Untersuchung nicht in ihrem Leistungskatalog haben, meine
Frage an Sie: Ist diese Untersuchung sinnvoll?
Für mich sind die 90 €, die ich dafür bezahlen soll, sehr viel Geld. Ich bin 71 Jahre alt und
beziehe nur eine kleine Rente.
Für eine Antwort wäre ich dankbar.
Gruß Pippa

Beitrag vom09.11.2012 13:32

Guten Tag,

die OCT Untersuchung ist (in der Regel in Kombination MIT einer Darstellung der Netzhautadern mittels Kontrastmittel = “ Fluoreszenzangiografie”) wichtig, um zwischen trockener und feuchter Makuladegeneration zu unterscheiden und um bei feuchter Makuladegeneration eine Behandlungsempfehlung aussprechen zu können. Primär ist Ihnen die OCT Untersuchung als private Leistung entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte in Rechnung zu stellen. Sollte sich aber ein Verdacht auf eine feuchte Makuladegeneration bestätigen, übernehmen die gesetzlichen Krankenassen deren Behandlung ebenso wie die nötigen Untersuchungen. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse (am besten mit dem Kostenvoranschlag Ihres Augenarztes) über die Kostenübernahme der OCT- Untersuchung in diesem Fall.

Mit freundlichen Grüßen,
Daniela Claessens

Beitrag vom12.11.2012 15:32

Guten Tag,

im Mai dieses Jahres wurde bei mir auf dem rechten Auge eine feuchte AMD und auf dem linken Auge eine trockene AMD mit Drusenbildung diagnostiziert. Am rechten Auge ist eine Pigmentepithelabhebung im OCT eindeutig sichtbar (neurosensorischer Abhebung)
Dies spricht für das Vorliegen einer okkulten CNV. Die intravitreale Anti-VEGF Therapie birgt das Risiko eines PE-Einrisses. Meine Sehschärfe hat sich seit meinem Erstbefund im Mai nicht wesentlich verschlechtert. Dem Widersprach aber heute mein Augenarzt. Er meinte die Schärfe wäre noch weiter zurückgegangen. Vermutlich durch meine 1oo prozentige Sehschärfe am linken Auge - wird dir tatsächliche Sehschärfe am rechten Auge verschönt. Da mein örtlicher Augenarzt gerätetechnisch nicht optimal ausgerüstet ist, bin ich bei einem Netzhautspezialisten in Stuttgart (Charlottenklinik).Vermutlich wird jetzt dieser nach einer weiteren OCT und Angiografie auch auf eine IVOM tendieren.
Gibt es Erfahrungswerte in wievielen Fällen ein PE-Einriss nach einer IVOM erfolgt sind?
Bin mir da jetzt etwas unsicher welche weitere Therapiemassnahme am sinnvollsten ist.

Gruss KD

Beitrag vom16.11.2012 10:38

Guten Tag,

die Häufigkeit von RPE Rissen nach intravitrealer Injektion wurden i einer Studie von Cunningham
( 2011 veröffentlicht in“Opthalmology”) mit 1,6 - 3 % angegeben.
Wie in Ihrem individuellen Fall weiter zu verfahren ist, wird sicher die Untersuchung in der Charlottenklinik zeigen- alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen, Daniela Claessens

Beitrag vom25.10.2016 16:23

Guten Tag,
ich bin 60 Jahre alt und seit 17 Jahren Glaukom-Patient. Mein Augendruck ist stabil zwischen 12 und 17. Meine Augenärztin drängt mich zu einer OCT-Untersuchung um im halbjährlichen abstand den Verlauf der Schäden an der Netzhaut zu kontrollieren, weil das Gesichtsfeld doch nur sehr subjektiv zu bewerten sei. Ist die OCT-Untersuchung hier wirklich angezeigt?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Freundliche Grüße
Volker Raab

Beitrag vom25.10.2016 17:15

Guten Tag!

Bitte bringen Sie in Erfahrung, ob bei Ihnen mit dem OCT Gerät der Sehnerv untersucht werden soll (sinnvoll bei Glaukom) oder die Makula. Wenn die Makula untersucht werden soll: welche Schäden liegen an der Netzhaut vor?

Mit freundlichen Grüßen, Daniela Claessens

Beitrag vom19.11.2016 01:55

Guten Tag!

Ich bin erst 56 Jahre alt, männlich. Bislang war mir bzgl. Augen außer Lesebrille nichts bekannt. Mir fiel zwar vor 4 Jahren auf, dass die Linien am Rand beim Amsler-Test geringfügig verbogen erschienen, aber mal an der einen mal an einer anderen Stelle. 2012 konnte aber der Augenarzt bei der Netzhautspiegelung fast nichts erkennen.
Jetzt 2016 lautet die Diagnose des selben Arztes; RA temporale areolare Atrophie. Ich habe aber diese geringfügige Verkrümmung beim Amsler-Test auch am linken Auge. Der Arzt ist verwundert, dass ich die Stelle auf dem Tesblatt nicht konkret zu zeigen vermag. Ein OCT erst vor Weihnachten soll abgewartet werden. Ich bin aber äußerst beunruhigt, es bringt wenig Trost, dass (noch) nicht die Mitte betroffen ist. Was sagen die Erfahrungen, mit welcher Tendenz / Verlauf ist zu rechnen, zumal derzeit das übliche Alter mit 56 J. für eine fortgeschrittene AMD noch lange nicht erreicht ist??

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Z.S.

P.S. Korrektur: Die obige Frage zielt darauf ab, dass es bei o. g. Diagnose (Atrophie) um eine FORTGESCHRITTENE AMD bei 56 J. handeln soll.

Beitrag vom23.11.2016 09:05

Guten Tag,

der Verlauf kann nur von einem Augenarzt abgeschätzt werden, der die Befunde mehrerer Untersuchungen im Verlauf vergleichen kann. Eine generelle Aussage zum Fortschreiten Ihrer Makulaveränderung kann nicht getroffen werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Daniela Claessens

Beitrag vom25.04.2017 15:20

Habe seit letztem Jahr leichte graue dünne “Striche” in meinem Blickfeld… die wandern, wenn ich nach links/rechts/oben/unten schaue, es ist nervig. Richtig ausgeprägt ist das ganze bei Sonnenschein oder Schnee…
Muß ich mir ernsthafte Gedanken machen, wenn ich nun einen Augenarzt aufsuche? Hab richtig Bammel davor….

Beitrag vom26.04.2017 09:40

Guten Tag,

die Ursache der "leichten grauen dünnen Striche”, die Sie sehen, kann ein Augenarzt durch eine Untersuchung feststellen, bei der unter anderem die Pupille für eine Netzhautuntersuchung erweitert wird. Sie sehen nach dieser Untersuchung für einige Stunden schlechter und dürfen deshalb in diesem Zeitraum nicht Auto fahren.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Daniela Claessens

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