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Beitragsverlauf zum Thema: Makulaödem austherapiert?

Beitrag vom09.01.2017 11:03

Bei meinem Mann wurde im April 2016 eine Netzhautschwellung festgestellt. In der Uniklinik Regensburg lautete die Diagnose zunächst adult vitelliforme Makuladegeneration oder evtl. CRCS. Behandlung: 4 Wochen Acular, Azopt, Eplerenon. Ergebnis: die Schwellung war unverändert vorhanden, Sehfähigkeit lag bei etwa 80 %. Eine Vorstellung in der Uniklinik Erlangen brachte die Diagnose zystoides Makulaödem bei klassischer CNV. Therapie: 4 Injektionen mit Eylea. Sehfähigkeit nach der Therapie weiter bei etwa 80 %, allerdings ist das Makulaödem immer noch vorhanden. Aktuell keine CNV. Therapie seit Oktober mit Azopt und Nevanac, seit November zusätzlich mit Diamox. Nach Aussage des Oberarztes ist mein Mann damit austherapiert. Uns beschäftigt natürlich die Frage nach dem weiteren Krankheitsverlauf bzw. der Prognose. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Sehfähigkeit schnell weiter abnimmt bzw. besteht die Hoffnung, dass die 80 % über einen längeren Zeitraum gehalten werden können? Was empfehlen Sie evtl. für weitere Maßnahmen?

Beitrag vom09.01.2017 18:50

Liebe Chris,
Ihre Frage nach Prognose lässt sich ohne eigene Untersuchung nicht beurteilen: das kann nur ein Augenarzt liefern, der die Augen Ihres Mannes sorgfältig untersucht und sich aktuelle und frühere Befunde anschaut. Auch eine Empfehlung zu therapeutischen Maßnahmen ist ohne Kenntnis des Patienten und der detallierten Befunde leider nicht möglich. Generell ist die Progonse bei Makulaöden umso besser, je besser die Sehschärfe zu Erkrankungsbeginn ist, sodass bei Ihrem Mann mit Visus 0,8 günstige Voraussetzungen vorzuliegen scheinen.
Ich wünsche Ihrem Mann weiterhin viel Erfolg für die Therapie!
Mit freundlichen Grüßen
Daniela Claessens

Beitrag vom02.02.2017 12:54

Bei mir wurde vor 3 Wochen ein Maculaforamen und beim 2. Augenarzttermin noch zusätzlich ein Maculaödem festgestellt. Soll zur OCT ,Termin aber erst in 5 Wochen. Was könnte passieren, wenn jetzt kurzfristig keine Untersuchung /Therapie passiert ? Will in 3 Wochen fliegen.Ist das unter den jetzigem Zustand möglich ?

Beitrag vom03.02.2017 09:37

Liebe Sieglinde,

die Empfehlung zum weiteren Vorgehen hängt vom Befund ab. Die Frage, ob Sie die Flugreise antreten können und ob eine OCT in 5 Wochen früh genug ist, kann nur der untersuchende Augenarzt beantworten. Durch Netzhautuntersuchung bei erweiterter Pupille, OCT und ggf. Fluoreszenzangiographie kann ein Augenarzt beurteilen, ob eine Therapie nötig ist und wie zeitnah sie erfolgen soll. Daher meine Empfehlung: richten Sie vor Ihrem Urlaub Ihre Fragen an den Augenarzt, damit Sie beruhigt Ihre Resie antreten können.

Alles Gute, Ihre Daniela Claessens

Beitrag vom13.02.2017 09:04

Hallo,

im Januar habe ich durch eine Untersuchung beim Augenarzt erfahren das bei mir eine altersbedingte Makulardegenation vorliegt.
Weitere Untersuchungen erfolgten. Diagnose: Abhebung des retinalen Pigmentepithels
(H35.3GB).
Die Sehschärfe beträgt R SP -00.25 Z -00.50 / 141 = 0,60 HSA
L SP -00.50 Z - 00.50 / 73 = 1.00 HSA
Der Befund lautet: Mydr.: R/L Pap.vital. R>L PE-Defekte, R foveal. L oberh. der Fovea.
Epikrise: Im oct finden sich bds.multiple kleine Pigmentepithelabhebungen, in der FLA war keine Neovaskularisation nachweisweis. Damit ergibt sich derzeit keine therapeutische Konsequenz. Der Befund sollte aber vierteljährlich kontrolliert werden. Eine Amsler- Karte wurde der Pat. ausgehändigt.

Zu meiner Person: weiblich, 54 Jahre alt, Bluthochdruck, extrem schwankend, seit einem 1/2 Jahr.

Ich habe diverse Aussagen gehört und gelesen. So richtig schlau bin ich daraus nicht geworden, deshalb möchte ich gern hier, bei den Fachleuten meine Fragen stellen.
Mir ist klar das Niemand in die Zukunft blicken kann, jedoch ist es mir wichtig nichts unversucht zu lassen um eine weitere Verschlechterung meiner Sehschärfe/ Sehkraft, aufzuhalten.

Frage: Was nützt ein CT der Augen im 3-monatigen Abstand, ausser meinen Geldbeutel zu
erleichtern?
Wie schnell kann die Sehschärfe abnehmen? Und was kann ich aktiv unternehmen
um diesen Prozess aufzuhalten? Gibt es in diesem Stadium
Behandlungsmöglichkeiten?
Was sagt die Amsler- Karte aus, wenn ich unterbrochene oder verzerrte Linien sehe?
Wie verhalte ich mich bei einem weiterhin, noch schlechterem Sehen der Linien?

Würde eine Untersuchung in einer Augenklinik evt. Sinn machen?

Mit freundlichen Grüßen
Birgit

Beitrag vom15.02.2017 08:06

Hallo Frau Claessens,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Birgit

Beitrag vom14.02.2017 12:35

Guten Tag Birgit,

da Sie recht umfangreiche Fragen haben, empfehle ich Ihnen, das Gespräch mit Ihrem Augenarzt zu suchen bzw. eine Zweitmeinung einzuholen. Ich will Ihnen gerne die Fragen beantworten, die sich ohne Untersuchung beantworten lassen.

1. Eine OCT kann zeigen, ob sich eine Neovaskularisation bildet - ob der zeitliche Abstand von 3 Monaten gerechtfertigt ist, kann ich ohne Untersuchung und Beurteilung der OCT-Aufnahmen nicht sagen.

2. Wie schnell kann die Sehschärfe abnehmen? hier kann man leider keine Prognose stellen ohne Untersuchung und Beurteilung der OCT-Aufnahmen

3. Was können Sie aktiv unternehmen, um diesen Prozess aufzuhalten? nicht rauchen, Sonnenbrille verwenden

4. Gibt es in diesem Stadium Behandlungsmöglichkeiten? nein

5. Die Amsler- Karte wird verwendet, um die Abbildungsqualität der Netzhaut zu prüfen: falls Sie bei der Betrachtung mit einem Auge eine Veränderung des Seheindruckes wahrnehmen, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Claessens

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